Martin, Philipp und Katharina kennen sich jetzt besser: Ein Fazit des 4. Lutherschulentreffens

„Ich bin erleichtert, dass alles so wunderbar geklappt hat. Bei einer so großen Gruppe ist das nicht garantiert“, sagt Martina Franz vom Landesinstiut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) Sachsen-Anhalt. Sie hat das 4. Lutherschulentreffen organisiert, gemeinsam mit der Staatlichen Geschäftsstelle Luther2017 sowie den DenkWegen zu Luther e.V. . Gastgeber der Abschlusspräsentation ist das Lutherhaus in Wittenberg.

MitHaseloff
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (r.), der die Abschlusspräsentation des Lutherschulentreffens im Wittenberger Lutherhaus besucht, lässt sich von Sarah, Luca und Daniel (v.l.) die Aufgaben des Redaktionsteams erklären.

Die zwölf beteiligten Lutherschulen befassten sich nicht nur mit dem Schwerpunkt Reformation und die eine Welt, sondern auch mit anderen Themen wie Konsum, Medienrevolution, fremden Ländern und Glaubensrichtungen. Die Schüler waren mit dem Programm sehr zufrieden und haben innerhalb ihrer Workshops viele neue Freunde kennengelernt.

Weil sie aus sieben Bundesländern kommen, vertreten sie verschiedene Schularten und haben über die jeweils anderen dazugelernt: Eine Thüringerin kennt sich mittlerweile an einer sächsischen Oberschule aus, so heißt im Nachbarbundesland die Verbindung von Haupt- und Realschule. Fazit: Nicht nur Martin (Luther), Philipp (Melanchthon) und Katharina (von Bora) – nach denen etliche der Teilnehmerschulen benannt sind – kennen sich jetzt besser, sondern auch Nikals, Selma und Philippa. Und alle anderen.

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Zwei Schülerinnen lesen die Ergbnisse des Sprach-Workshops „Auf’s Maul geschaut“.

Alle Schulen führen auch Reformationsprojekte durch oder sie befinden sich in Orten, an denen sich die Reformation „abspielte“. Ausgewählt wurden die Schüler, die an ihrer Schule über den Unterricht hinaus engagiert sind: Von Arbeitsgemeinschaften bis zur Neugestaltung des Schulhofs.

DSCN0113Die Themen in den Workshops waren sehr interessant und die Schüler konnten kreativ sein, auch wenn manche Themen hätten besser – abwechslungsreicher und mit mehr Bezug zum Alltag Jugendlicher – umgesetzt werden können. Dennoch haben sich alle einbringen können. Zu jedem Pro gehört ein Kontra: Die Arbeitssitzungen waren teilweise sehr lang, es blieb zu wenig Freizeit, um die neu geknüpften Kontakte zu intensivieren. Auch nach der Mittagspause hätten einige Teilnehmer gerne mehr die Zeit gehabt.

Als Fazit kann ich sagen, dass die Schülerinen und Schüler, die ich befragt habe, das Lutherschulentreffen als eine interessante und teilweise spaßige Erfahrung in Erinnerung behalten.

Text: Sarah-Michelle Spiegler

Janik

 

Janik Braun (18) vom Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg hielt zur Abschlusspräsentation seines Sprach-Workshops „Auf’s Maul geschaut“ eine Rede. Er hat sich damit auseinandergesetzt, wie Sprache wirkt, und gemerkt: „Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind die zwei Seiten der Medaille der Völkerverständigung.“

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